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Provinz Guangxi

 

Guilin

                                                 

Guilin ist die wohl bekannteste Stadt in der Provinz Guangxi. Guilin besitzt einen eigenen Flughafen. Die von beeindruckenden Karstbergen, bizarren Felsformationen und Grotten umringte Stadt ist mit ihren etwa 290.000 Einwohnern ganz auf den Tourismus ausgerichtet. Mehrere Flüsse, wie beispielsweise der ruhig fließende Lijiang schlängeln sich durch die Stadt. Sehenswürdigkeiten gibt es viele, so beispielsweise den Elefantenrüssel-Berg, der, so wird gesagt, ein im Fluß trinkender versteinerter Elefant sei. Um den Elefantenrüssel-Berg und in ganz Guilin werden überall auf dem Lijiang-Fluß romantische Floßfahrten angeboten. Guilin ist besonders schön bei Nacht, alles ist bunt beleuchtet, Türme spiegeln sich im Wasser, beleuchtete Boote fahren Touristen spazieren. Bei aller Romantik sollte jeder Guilin-Besucher wissen, daß Falschgeld in Guilin sehr weit verbreitet ist. Wer nicht jeden Schein gegen das Licht hält und genau betrachtet, wird aller Wahrscheinlichkeit nach falsches Wechselgeld erhalten.

Unserer Meinung nach ist die Stadt Guilin bei weitem nicht die Hauptattraktion in der Gegend, Guilin sehen wir eher als Ausgangspunkt für Reisen nach Yangshuo oder Longji an.

Von Guilin aus kann man eine Bootsfahrt auf dem Li-Fluß nach Yangshuo unternehmen. Yangshuo liegt etwa 80 km südlich von Guilin.

 

Yangshuo

                                                 

                   

                      

Yangshuo ist eine kleine, auf Tourismus eingestellte Stadt, in der man mit Englischkenntnissen überall durchkommt und an jeder Ecke nichtasiatisch essen kann. Die uralte West-Straße ist die Fußgängerzone von Yangshuo, überall findet man Restaurants und Boutiquen.

Von Yangshuo aus können zahlreiche Ausflüge in die nähere Umgebung unternommen werden. Die Landschaft um Yangshuo ist einmalig auf der Welt: topfebene grüne Felder mit unzähligen kleinen Karstbergen in unterschiedlichsten Formen. Sie sehen aus, als habe man sie von Hand in die flache Wiese gestellt. Yangshuo ist ideal zum Wandern oder zum Radtouren unternehmen, es gibt zahlreiche Routen. Man tut gut daran, die Umgebung mit einem gemieteten Fahrrad zu erkunden. Es ist schon ein einmaliges Erlebnis, auf flachen Straßen zwischen den Karstbergen herumzuradeln.

Eines der zwingenden Ausflugsziele ist der nahe gelegene Mondberg. Er heißt so, weil die obere Hälfte des Berges ein riesiges Loch von etwa 50 m Durchmesser aufweist, das aus der Ferne so aussieht wie der Mond. Man kann durch den Berg regelrecht hindurchschauen. Auf den Berg führt eine Steintreppe hinauf. Wir empfehlen unbedingt, diesen Weg hochzugehen, man braucht bei langsamem Tempo weniger als eine Stunde.

Die Aussicht vom Mondberg ist gigantisch. Vor allem den Fotografen möchten wir raten, am offiziellen Ende des Weges nicht halt zu machen, sondern noch 50 m weiterzugehen. Von dort aus bietet sich ein besonders günstiger Platz für Panoramaaufnahmen. Auch können gelegentlich Sportkletterer beim Durchqueren des Loches beobachtet werden; auf dem Mondberg kann nämlich auch geklettert werden.

Ein weiteres Ziel ist die Schmetterlingsquelle. Sie liegt etwa auf halbem Wege zum Mondberg. Im Eintritt inbegriffen ist eine Führung (in chinesischer, manchmal auch englischer Sprache) durch eine bunt beleuchtete Tropfsteinhöhle. Wir empfehlen die Schmetterlingsquelle auch dem nicht chinesisch sprechenden Fotografen quasi als Geheimtip, nicht so sehr wegen der schönen Parkanlage zwischen den Karstbergen, sondern weil einer dieser kleineren Karstberge während des Rundganges bestiegen wird. Eine gute Stelle, das beeindruckende Panorama abzulichten.

 

Longsheng / Gebiet Longji

                                                  

                                                 

Longji ist ein vom Massentourismus noch nicht überrolltes, weil schwer erreichbares Gebiet, bestehend aus mehreren Dörfern etwa 100 km nördlich von Guilin, Nähe Longsheng / Herping. Weltberühmt sind die unzähligen terrassierten Berge, wohin das Auge reicht. Um Reis anbauen zu können, wurden die Hänge vor mehreren hundert Jahren in mühsamer Handarbeit terrassenförmig ausgebildet, so kann Wasser aufgestaut und Reis gepflanzt werden. Die Berge von Longji sind nicht nur ein einmaliges Wandergebiet (gute Wanderwege, trotzdem feste Schuhe sinnvoll), zu jeder Jahreszeit bieten die Reisterrassen unendlich viele Fotomotive. Im Herbst sind die Felder goldgelb, im Frühling spiegelt sich die untergehende Sonne im aufgestauten Wasser. Auch das Dorfleben der dortigen Minderheit ist nicht weniger interessant. Die Frauen sind stolz auf ihre traditionell langen schwarzen Haare. Longji ist in jedem Falle mehrere Übernachtungen wert, man sollte sich unbedingt Zeit nehmen.

Wir bieten Ihnen Longji gerne als einen der Reiseschwerpunkte an.