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Peking / Beijing

 

Peking

Die provinzfreie Stadt Peking (chin. "Beijing") ist die Hauptstadt von China. Von hier aus wird das ganze Land zentralistisch regiert. Die Stadt ist für China an sich sehr untypisch, sie unterscheidet sich schon auf den ersten Blick dadurch von anderen chinesischen Großstädten, daß sie streng kontrolliert und aufgeräumt wirkt. Zumindest die für Besucher erreichbare Stadtmitte läßt das für China so typische liebenswerte Chaos fast völlig vermissen. Wer den Stadtplan betrachtet wird feststellen, daß die überdimensional breiten schnurgeraden Straßen in der Regel nach den vier Himmelsrichtungen im 90-Grad Winkel zueinander schachbrettartig angeordnet sind. Wer nach dem Weg fragt, wird meistens Antwort bekommen, wie "Richtung Norden" oder "Richtung Westen". Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte sich die Dimensionen vergegenwärtigen: Einen Platz von Nord nach Süd zu durchqueren oder mal in die Parallelstraße zu gehen kann gut und gerne ein oder zwei Kilometer Fußmarsch bedeuten, da verschätzt man sich schnell.

In Peking kann man Wochen mit Besichtigung monströser Plätze und Tempel verbringen. Die Besichtigung ist recht zeitintensiv, weil die Sehenswürdigkeiten weit entfernt voneinander liegen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Peking in eine Chinareise einzubinden: Sich ganz und ausschließlich auf Peking zu konzentrieren oder in Peking nicht viel Zeit zu verlieren und sich dort nur auf einige wenige Ziele zu beschränken. Der Besuch der Verbotenen Stadt und des Himmelstempels ist bereits tagesfüllend.

Wir meinen, wer nur Peking gesehen hat, hat China verpasst.

 

                                                 

                   

Die Verbotene Stadt gilt als die wichtigste Sehenswürdigkeit Pekings. Sie ist ein etwa 32 Hektar großes mit hohen Mauern umschlossenes Areal. Hier haben die Ming- und Qing-Kaiser residiert. In der Übersetzung heißt die Verbotene Stadt eigentlich "purpurne Verbotene Stadt", dies wegen der einheitlichen purpurnen Farbe aller Mauern und Wände. Die Farbe gilt als Symbol der Herrschaft. Als Baustoff fand hauptsächlich Holz Verwendung. In für China typischer Weise sind alle Gebäude reich verziert, dabei dominiert die Farbe blau. Die Verzierungen sind allerdings heute in schlechtem Zustand, die Farbenpracht gibt es lange schon nicht mehr. Jetzt, da die olympischen Spiele Peking in die Weltöffentlichkeit rücken, hat man die lange überfälligen Restaurationsarbeiten, wie überall in Peking, auch hier begonnen.

 

                                       

Der Himmelstempel stammt aus der Ming-Zeit und war dem einfachen Volk nicht zugänglich. Er war ein Ort regelmäßiger Rituale, die die Verbindung zwischen dem Himmel und dem Sohn des Himmels darstellten. Die Parkanlage ist riesig, von allen vier Himmelsrichtungen aus konnte man den Platz durch große Tore betreten. Bestandteil dieser Anlage sind mehrere Bauten (Halle des Erntegebets, Brücke der Roten Palaststufen, Halle des Himmelsgewölbes, Echomauer, etc.)

Simatai
 

                             

Simatai ist ein schwer erreichbares und deshalb momentan noch von Tourismus wenig frequentiertes Dorf rund 110 km von Peking. Hier verläuft die Große Mauer, die im Gegensatz zu anderen Orten teilweise noch in ihrem ursprünglichen Zustand besichtigt werden kann. Wohl im Hinblick auf die olympischen Spiele ist man auch hier dabei, das Gebiet stärker für Tourismus zu erschließen. Dadurch sollen die Orte Badaling (70 km von Peking) und Mutianyu (90 km von Peking), die von Ausflugsbussen belagert und komplett kommerzialisiert sind, etwas entlastet werden.

Auf die Große Mauer gelangt man vom Busparkplatz aus mit einer Seilbahn und im weiteren Verlauf zu Fuß oder steil den Berg hoch per Bahn.

 

Essen in Peking, ein Tipp

Wer in Peking besonders gut und gemütlich chinesisch speisen möchte, dem sei das Restaurant "Huajiayiyuan" (Flowers Garden) ans Herz gelegt. Es besteht aus Jahrhunderte alten quadratisch angeordneten historischen Häusern mit Innenhof, 20 Räume, die zum Restaurant umfunktioniert wurden. Wer dort ist, sollte nicht nur dort bei angenehmer Livemusik speisen, sondern ruhig mal einen Rundgang machen, die Räume sind wirklich sehenswert, das Personal wird Sie herumführen, wenn gewünscht wird. Es gibt übrigens in derselben Straße zwei Restaurants mit gleichem Namen, aber eines davon ist modern und an sich völlig uninteressant, deshalb unbedingt die Hausnummer beachten. Die Preise sind übrigens, wenn auch nicht unbedingt billig, so doch trotzdem sehr "zivil". Bereits die Speisekarte ist ein echtes Kunstwerk ...

Adresse: No. 235 Dongzhimen Street. Bilder gibt es hier:   1   2   3   4   5   6   7   8

(Adresse und Telefonnummer / 地址: 花家怡园, 东城区东直门内大街235号, 电话号码: 010-62186060)